Pinguins verlieren gegen Nürnberg - Wiedersehen am Dienstag in den Playoffs

Pinguins verlieren gegen Nürnberg - Wiedersehen am Dienstag in den Playoffs

Die Fischtown Pinguins haben die reguläre Saison in der DEL mit einer 2:3-Niederlage nach Penaltyschießen gegen die Nürnberg Ice Tigers beendet. Kurios: In der ersten Playoff-Runde, die am Dienstag beginnt, sind die Nürnberger erneut der Gegner.

Eis

Hockey

Die Fischtown Pinguins beenden die Hauptrunde der Deutschen Eishockey-Liga auf Platz acht. Gegner in den Pre-Playoffs sind ausgerechnet wieder die Nürnberg Ice Tigers. Das erste Spiel ist bereits am Dienstag in Bremerhaven, die weiteren Termine sind Freitag und bei Bedarf Sonntag. Wer zwei Spiele gewinnt, zieht ins Viertelfinale ein. Zur Einstimmung hat die NORDSEE-ZEITUNG ein Playoff-Magazin herausgegeben, das am Sonntag gratis in der Eisarena verteilt wurde und auch online abgerufen werden kann.

Ruth Zwenger aus Bremerhaven blättert durch das Playoff-Magazin der NORDSEE-ZEITUNG, das am Sonntag in der Eisarena verteilt wurde.

© Arnd Hartmann

Ruth Zwenger aus Bremerhaven blättert durch das Playoff-Magazin der NORDSEE-ZEITUNG, das am Sonntag in der Eisarena verteilt wurde.

„Es war ein ausgeglichenes Spiel, ich denke, die Playoff-Serie wird ähnlich sein“, sagte Pinguins-Trainer Thomas Popiesch mit Blick auf das baldige Wiedersehen. „Du musst in der Intensität da sein. Ich denke, dass beide noch eine Schippe drauflegen können.“ Die Pinguins müssen dann einen Weg finden, gegen die Ice Tigers zu gewinnen. In dieser Saison gingen alle vier Spiele verloren. „Die Playoffs sind ein neuer Abschnitt in der Saison. Wir müssen zusehen, dass wir über 60 Minuten gut spielen. Das hat uns in letzter Zeit die Spiele gekostet“, sagte Torhüter Maximilian Franzreb.

Vor dem Spiel wurde Patrick Reimer von Pinguins-Geschäftsführer Hauke Hasselbring und Teammanager Alfred Prey geehrt und von den Fans beider Mannschaften in der mit 4.647 Zuschauern ausverkauften Eisarena gefeiert. Für den Kapitän der Nürnberger war es das letzte DEL-Hauptrundenspiel, der 40-Jährige beendet nach mehr als 1.000 DEL-Spielen nach dieser Saison seine Karriere.

Philip Samuelsson (vorn) und Jan Urbas beglückwünschen sich mit Handschlag nach dem Tor zum 2:0.

© Arnd Hartmann

Philip Samuelsson (vorn) und Jan Urbas beglückwünschen sich mit Handschlag nach dem Tor zum 2:0.

Im Spiel war dann Pinguins-Kapitän Jan Urbas der umjubelte Mann, er traf im ersten Drittel zweimal. Dabei nutzten die Pinguins ihre Überzahlsituationen. Beide Male traf Urbas mit einem harten Schuss aus seiner Lieblingsposition halbrechts. Zwar war beim ersten Tor (10. Minute) die Strafzeit schon abgelaufen, aber die Pinguins haben die Powerplay-Formation gut gehalten. Ebenso beim 2:0 in der 18. Minute. „Zwei Powerplaytore sollten einer Mannschaft Selbstvertrauen geben. Uns hat es im zweiten Drittel mehr genommen als gegeben“, sagte Popiesch.

Nürnberg kommt durch zwei Tore von Schmölz heran

Als Nino Kinder den Puck vor dem eigenen Tor nicht sauber klären konnte, kam Nürnberg zum 1:2 durch Daniel Schmölz (25.) und leitete damit eine Drangphase der Gäste ein, die die Pinguins nur mit etwas Glück überstanden. Vor allem bei der Chance durch Ryan Stoa war es knapp. In den letzten Minuten des Drittels konnten die Pinguins dann wieder für mehr Entlastung sorgen und die Führung mit in die Pause nehmen. Doch schnell nach dem Wechsel kamen die Ice Tigers zum 2:2 (44.). Daniel Schmölz wurde vor dem Tor sträflich alleingelassen und von Gregor MacLeod perfekt eingesetzt, so dass er fast mühelos sein zweites Tor erzielen konnte.

Mac Leod schießt Nürnberg zum Sieg

Nach dem Ausgleich rissen die Pinguins das Spiel wieder mehr an sich und kamen durch Markus Vikingstad (47.) und Miha Verlic (50.) zu guten Chancen. Auch Phillip Bruggisser scheiterte nur knapp (56.). Das Spiel wurde im letzten Drittel zunehmend nickliger, den Schiedsrichtern Eduards Onsins und Bastian Steingross entglitt die Partie, selbst eindeutige Fouls übersahen sie. 98 Sekunden vor Ende gerieten die Pinguins noch einmal in Unterzahl, aber Torhüter Maxi Franzreb parierte gegen Gregor MacLeod und Hayden Shaw, so dass es Verlängerung gab. In der hatte Nürnberg die größte Chance durch Ryan Stoa (64.), doch Franzreb parierte. Im Penaltyschießen traf nur MacLeod und sicherte Nürnberg dadurch den Zusatzpunkt. „Das Spiel hatte die Intensität eines Playoff-Spiels. Wir müssen ihre harte Spielweise annehmen, dann werden wir gut aussehen“, sagte Pinguins-Verteidiger Patch Alber mit Blick auf Dienstag.

Eisbären Berlin verpassen die Playoffs

Erstmals seit 19 Jahren finden in der DEL wieder Playoffs ohne den aktuellen Meister statt. Die Eisbären Berlin schafften es trotz ihres Schlussspurts zuletzt zum Ende der Hauptrunde am Sonntag nicht mehr in die Pre-Playoffs. Nach dem 3:4 nach Penaltyschießen gegen die Schwenninger Wild Wings ist die Saison für das Team von Trainer Serge Aubin beendet. Zuletzt hatte es dies in der Saison 2003/2004 gegeben. Damals hatten die Krefeld Pinguine als Meister die Playoffs verpasst. Statt der Eisbären spielt Aufsteiger Frankfurt von Dienstag an in Düsseldorf um den Einzug ins Viertelfinale. Die Hessen sicherten Platz zehn durch ein 4:3 nach Verlängerung gegen Augsburg.

Pinguins - Nürnberg 2:3 n.P. (2:0; 0:1; 0:1; 0:0; 0:1)

Tore: 1:0 (9:15) Urbas (Samuelsson, Jeglic); 2:0 (17:22) Urbas (Samuelsson, Jeglic) bei 5/4; 2:1 (24:52) Schmölz (Reimer, MacLeod); 2:2 (43:22) Schmölz (MacLeod, Reimer); 2:3 MacLeod (Penaltyschießen)

Tickets für das erste Playoff-Heimspiel zu gewinnen

Zur Feier der erneuten Playoff-Teilnahme der Fischtown Pinguins gibt es für alle Sportbegeisterten ein besonderes Angebot der NORDSEE-ZEITUNG. Sie können unsere Internetseite www.nordsee-zeitung.de für einen Monat kostenlos abonnieren. Und Eintrittskarten für das erste Heimspiel der Pinguins in der ersten Playoff-Runde gewinnen. Alle Informationen finden Sie unter www.nordsee-zeitung.de/pinguins

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Erstellt:
05.03.2023, 16:31 Uhr
Lesedauer: ca. 3min 26sec

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